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Kabel und Adapter bei adaptare

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SATA und PATA

SATA macht es dem Anwender ziemlich leicht, denn es wird immer die gleiche Kombination aus siebenpoligem Daten- und fünfzehnpoligem Stromstecker verwendet. Die Ausnahmen wie Micro- oder Slim-SATA spielen bislang nach eine untergeordnete Rolle und somit weisen SATA-Laufwerke eine Einheitlichkeit und vor allem Unabhängigkeit der Schnittstellen vom Formfaktor des Laufwerks auf, von der in alten IDE-Zeiten höchstens zu träumen war.

Alt und Neu: IDE- und SATA-FestplatteAlt und Neu: IDE- und SATA-Festplatte

Links sehen wir zwei ganz verschiedene Festplatten, die lediglich den 3,5-Zoll-Formfaktor gemeinsam haben. Die untere Platte ist neuerer Bauart und wird über die SATA-Schnittstelle angesprochen, was an den beiden Anschlüssen ganz rechts zu erkennen ist.

Die obere Festplatte hingegen ist älter und wird verfügt über die langsamere IDE-Schnittstelle, die häufig auch PATA genannt wird. Das P in PATA steht hierbei für parallel, während das S von SATA serial bedeutet. IDE / PATA basiert folglich auf einer parallelelen Datenübertragung, während SATA eine serielle Verbindung herstellt. Dies ist auch der Grund dafür, dass die alten und breiten IDE-Kabel 40 Kontakte benötigen und SATA wiederum mit einem siebenpoligen Stecker auskommt.

Dieser hohen Anzahl von Kontakten und somit Datenleitungen ist es auch geschuldet, dass die 3,5-Zoll-IDE-Schnittstelle zusammen mit dem Stromanschluss und dem Jumperblock die gesamte Breite der Festplattenrückseite in Beschlag nimmt.

Anschlüsse einer 3,5-Zoll-IDE-PlatteAnschlüsse einer 3,5-Zoll-IDE-Platte

Der 40-polige 3,5-Zoll-IDE-Anschluss

Sehen wir uns einmal die Rückseite einer IDE-Festplatte für Desktop-PCs genauer an. Auf dem Bild rechts finden wir zunächst ganz links den Stromanschluss mit seinen vier Kontaktstiften. Bei diesem Stromanschluss handelt es sich um den klassischen und sehr alten vierpoligen Stecker, der unter den Bezeichnungen Molex-Stecker oder auch 5,25-Zoll-Stecker bekannt ist.

Am zweiten Namen lässt sich schon sein Alter erkennen, denn tatsächlich war er schon bei 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerken und 5,25-Zoll-Festplatten im Einsatz. Über seine vier Kontakte wird das Laufwerk mit 5V und 12V Spannung versorgt.

Rechts vom Stromanschluss befinden sich die Jumper, über die sehr wichtige Einstellungen vorgenommen werden, die letztlich darüber entscheiden, ob eine Festplatte überhaupt vom Controller erkannt wird. An jeden IDE-Anschluss können zwei Laufwerke angeschlossen werden: Ein Master und ein Slave. Folglich muss, wenn denn tatsächlich zwei Laufwerke an einem Port hängen, eines davon per Jumper als Master kenntlich gemacht werden, während das andere Gerät als Slave ausgewiesen werden muss. Wer dazu keine Lust hat, kann auch einfach beide Laufwerke auf die Cable Select-Option einstellen, denn dann entscheidet der Controller selbst, welchem Gerät er welche Rolle zuweist. Aber auch hierfür sind die entsprechenden Jumpersetzungen notwendig.

Wenn wir uns schließlich dem Datenanschluss zuwenden, sehen wir, dass mehr als die gesamte rechte Hälfte der Rückseite von ihm in Beschlag genommen wird. Bei dieser Festplatte erkennen wir die 40-polige Variante für 3,5-Zoll-Festplatten, die aber auch für CD- und DVD-Laufwerke verwendet wird. Von ihren Ausmaßen her nimmt diese Schnittstelle von allen IDE-Anschlüssen den meisten Platz ein, hat aber dennoch die wenigsten Kontakte. Dies wiederum liegt daran, dass für die 3,5-Zoll-Schnittstelle das größte Raster verwendet wird und die einzelnen Pins somit vergleichsweise weit auseinanderliegen.

IDE-Anschluss einer 2,5-Zoll-FestplatteIDE-Anschluss einer 2,5-Zoll-Festplatte

Für Notebooks: 2,5-Zoll-IDE

Wenn wir den Bereich der Desktop-Computer verlassen und uns dem mobilen Bereich zuwenden, beginnt die große Vielfalt der IDE-Schnittstellen. Bei größeren Notebooks ab einer Bildschirmdiagonalen von 14 Zoll wurden fast ausschließlich Festplatten mit dem 2,5-Zoll-Formfaktor eingesetzt.

Der größte Unterschied zwischen 3,5-Zoll-Festplatten einerseits und sämtlichen kleineren Formaten andererseits liegt darin, dass beim großen Format der Daten- und der Stromanschluss getrennt sind, während bei den mobilen Formaten kombinierte Daten- und Stromanschlüsse verwendet werden.

Von diesen mobilen Schnittstellen wiederum ist die 44-polige 2,5-Zoll-Schnittstelle die größte. Links sehen wir ein Beispiel für diesen Anschluss. Ebenso wie beim 3,5-Zoll-Anschluss befinden sich die Kontaktstifte am Laufwerk, aber, anders hingegen als beim Desktop-PC, kommt die 2,5-Zoll-Schnittstelle komplett ohne Kabel aus. Der weibliche 44-polige Anschluss befindet sich nicht an einem Flachbandkabel, dass die Verbindung zum Controller herstellt, sondern ist direkt am Controller angebracht und in die Seitenwände des Notebook-Festplattenschachts eingelassen. Wenn also die Festplatte in das Notebook eingesetzt wird, rastet sie im IDE-Controller rein und ist dann damit auch gleich einsatzbereit und angeschlossen.

Da die Unterschiede zwischen der 3,5-Zoll- und 2,5-Zoll-Schnittstelle so marginal sind, können Adapter zwischen den beiden Formaten ausgesprochen simpel gehalten werden. Es genügt vollkommen, die jeweils 40 Datenpins miteinander zu verbinden sowie die vier Stromkontakte des Molexsteckers zu den vier Strompins des 2,5-Zoll-Anschlusses weiterzuleiten.

50-poliger 1,8-Zoll-Anschluss50-poliger 1,8-Zoll-Anschluss

1,8-Zoll: Die 50-polige Schnittstelle

Unterhalb des 2,5-Zoll-Formates betreten wir den ultramobilen Bereich von Subnotebooks, Netbooks sowie MP3-Playern wie dem iPod. Wenn in diesen Geräten überhaupt Festplatten eingesetzt werden und nicht Flashspeicher, dann haben diese Laufwerke den 1,8-Zoll-Formfaktor.

1,8-Zoll ist auch bei SATA-Festplatten und SATA-SSDs diejenige Größe, bei der auch diese Schnittstelle häufig auf kleinere Anschlüsse zurückgreift. Bei IDE wiederum wird es hier etwas schwieriger, weil gleich zwei unterschiedliche Anschlusstypen verbreitet sind.

Etwas vereinfacht betrachtet lässt sich zwischen einer älteren und einer neueren 1,8-Zoll-IDE-Schnittstelle unterscheiden. Eine Verwechslungsgefahr besteht aber auf keinen Fall, denn bei der neueren Variante treffen wir plötzlich wieder auf ein Anschlusskabel.

Doch bleiben wir zunächst beim älteren Anschluss, der die Verbindung mit dem Controller über eine klassische Pfostenleiste hergestellt. Wir sehen ihn rechts an einer Toshiba-Festplatte. Im Unterschied zur 2,5-Zoll-Schnittstelle besitzt die 1,8-Zoll-Variante 50 Kontakte, die natürlich noch enger zusammenliegen. Es hat außerdem eine, wenn man so will, Geschlechtsumwandlung stattgefunden, denn die weibliche Seite des Steckverbinders befindet sich nun an der Festplatte, während der Controller die männliche Pfostenleiste besitzt.

Ganz genau wie beim 2,5-Zoll-Format sitzt der Controller direkt am Laufwerkseinschub, wodurch die Festplatte beim Einsetzen in den Computer oder Medienplayer automatisch einrastet und angeschlossen wird. Die Stromversorgung ist auch hier Teil des Anschlusses und muss nicht separat hergestellt werden.

Der 50-polige 1,8-Zoll-IDE-Anschluss ist übrigens vom rein mechanischen Gesichtspunkt betrachtet vollkommen identisch mit der Schnittstelle einer CompactFlash-Speicherkarte. Anstelle einer Festplatte kann auch eine CF-Karte eingesetzt werden, die jedoch aufgrund unterschiedlicher Protokolle nicht erkannt wird. Trotz der identischen Anschlüsse ist hierfür ein Adapter notwendig.

ZIF-Sockel an einer 1,8-Zoll-FestplatteZIF-Sockel an einer 1,8-Zoll-Festplatte

1,8-Zoll Neu: Der ZIF-Sockel

Wenn die 1,8-Zoll-IDE-Festplatte sowie das Gesamtsystem schon neurer Bauart sind, wird das Laufwerk vermutlich nicht mehr per Pfostenleiste angeschlossen, sondern über einen ZIF-Sockel. ZIF ist eine Abkürzung für einen Begriff, der in voller Länge Zero Insertion Force heißt oder auf Deutsch Nullkraft.

ZIF-Sockel sind in heutigen Notebooks ein Allzweckanschluss, denn Tastaturen, Touchpads, Displays und eben auch Festplatten werden mit diesem Klemmverschluss und einem kurzen Folienkabel mit dem Mainboard verbunden. Die Anzahl der Kontakte variiert natürlich und ein Touchpad benötigt weniger Pole als ein Display oder eine Festplatte, aber der ZIF-Sockel als solcher bleibt stets identisch.

Inzwischen hat der ZIF-Sockel die 50-polige Pfostenleiste als Standard für 1,8-Zoll-IDE-Festplatten praktisch vollständig verdrängt. Wer zum ersten Mal mit dieser Klemmleiste und dem filigranen Kabel konfrontiert ist, tut sich häufig schwer, denn das Anschließen kann schon mal zu einer Fummelarbeit ausarten, die einem Uhrmachermeister zur Ehre gereichen würde. Dies rührt aber manchmal lediglich daher, dass gerade bei der ersten Begegnung mit dem ZIF-Sockel übersehen wird, dass zunächst dessen Verriegelung geöffnet werden muss, bevor das Kabel eingeführt werden kann. Die Verriegelung ist dabei der zumeist schwarze Balken am hinteren Ende des Sockels.

Wir sehen also, dass trotz der bereits länger zurückliegenden Einführung des SATA-Standards IDE noch keineswegs tot oder auch nur Schnee von gestern ist. Sicherlich werden IDE-Festplatten nicht mehr in neue Desktop-PCs eingebaut sowie nur noch selten in größeren Notebooks verwendet, aber in sämtlichen Geräten, die besonders kompakt sind, ist die IDE-Schnittstelle noch überaus lebendig.

 

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